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Herstellen von Unterrichtsmitteln
In den letzten Jahrzehnten kamen verschiedene Gerä- te, Werkzeuge und Materialien auf den Markt, die sich zum Herstellen von Unterrichtsmaterial für Grundschul- mathematik eignen: Computer, Grafikprogramme, di- gitale Kamera, Farbdrucker, Scanner, Laminiergerät, Schneidematte, Eckenrunder, Etikettenpaper, Folien- taschen, Rollenschneider, Hebelschneider mit Laser- lichtjustierung u. a. Mit ihrer Hilfe und zusammen mit altbekannten Materialien wie etwa Holzwürfeln und Siebdruckpappe lassen sich Unterrichtsmittel für un- terschiedliche Anliegen bereitstellen: 1. Umsetzung des Unterrichtsprinzips Lernen durch Handeln: Vergegenständlichen von Zahlen und Brü- chen durch Unterrichtsmittel - Sinnstiftung für Rechen- operationen durch Handlungen mit Unterrichtsmitteln - Anbahnung der Raumvorstellung durch Handlungen - Unterstützung des kombinatorischen Denkens und des Problemlösens durch Unterrichtsmaterial - Förderung des strategischen Denkens durch den Einsatz selbst gefertigter Lernspiele. 2. Förderung der Arbeit in kleinen Schülergruppen: Im Mathematikunterricht führen Freiarbeit und Lern- theke ein Schattendasein. Das liegt am mangelhaften Angebot an für Kleingruppenarbeit geeigneten Unter- richtsmaterialien. Mit Hilfe der oben aufgeführten Ge- räte, Werkzeuge und Materialien lassen sich ästhe- tisch ansprechende, vielfach verwendbare Unikate für die Freiarbeit und Lerntheke herstellen. |
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3. Förderung der gemeinsamen Arbeit an der Tafel: Die Stahltafel ist im Mathematikunterricht ein effekti- ves Medium, wenn man eine symbolische Darstellung durch Haftmaterial mit einer bildlichen Darstellung er- gänzt bzw. ersetzt. Man kann beispielsweise eine Zahl durch ein Punktebild veranschaulichen, eine Rechnung mit Streifen am Zahlenstrahl lösen oder ein Symbol für einen Gegenstand durch dessen Bild ersetzen. Dar- über hinaus lassen sich zahlreiche geometrische Auf- gaben aus den Themenkreisen Liniennetze, Flächen und "bildliche Darstellung von Körpern" mit Hilfe von Haftmaterial für die Tafelarbeit aufbereiten: 4. Einführung neuer Themenbereiche: Nach dem un- befriedigenden Abschneiden deutscher Schüler in den PISA-Studien wurden den Schulen empfohlen, im Ma- thematikunterricht weniger zu üben und stattdessen mehr zu denken. Mehr denken - was könnte das sein? Die Lehrpläne der Bundesländer regen dazu an, die Schüler zum Problemlösen und zum strategischen Denken zu befähigen. Das in einigen Lehrplänen emp- fohlene kombinatorische Denken ist aus unserer Sicht ein Spezialfall strategischen Denkens. - Mit den oben genannten Geräten, Werkzeugen und Materialien las- sen sich zahlreiche Unterrichtsmittel zum Problem- lösen, strategischen Denken, insbesondere zum kom- binatorischen Denken, herstellen. (C) Wolfgang Reitberger, Berlin |